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Herzdiagnostik mit CT und MRT

 

Kardio- MRT

Kardio-MRT ermöglicht u.a. die nicht-invasive Beurteilung der Herzdurchblutung und -funktion in Ruhe und unter Belastung. Dadurch können wir den Kardiologen lebensentscheidende Informationen für die Behandlung von Herzerkrankungen zur Verfügung stellen.

Diese neuesten Techniken werden jedoch  i.d.R. erst viele Jahre später - wenn überhaupt - von den gesetzlichen Krankenkassen in deren Leistungskatalog übernommen und bezahlt.

Wir möchten Ihnen diese besten Techniken nicht vorenthalten.

Unsere Kosten hierfür werden von den KK jedoch nur im Einzelfall übernommen. Fragen Sie Ihre Krankenkassen-Berater. Bei Ablehnung durch die KK bleibt nur die Kostenübernahme durch Sie selbst.

Wir beraten Sie gern über den Nutzen, fragen Sie uns. Es geht uns um Qualität, um Ihre Sicherheit und Gesundheit, nicht um "Geldschneiderei". Wir sind Ärzte, keine "Leistungserbringer", wie die Politik es gern hätte... Sie entscheiden selbst.


Kardio- CT

Untersuchungen des Herzens und der Herzkranzarterien (Koronararterien) können durch den Einsatz modernster Röntgen-Diagnostik (schnelle Mehrzeilen-Spiral-CT) erfolgen.

Wir setzen in Riesa als europäisches CT-Referenzzentrum ein solches 160-Zeilen-CT-Gerät modernster Generation ein. Schnelle Bilderfassung und hohe Auflösung ermöglichen eine dreidimensionale Darstellung des Herzens.

Es kann das Ausmaß von Verkalkungen der Koronararterien beurteilt und unter Verwendung von Kontrastmittel auch eine direkte Darstellung und Beurteilung von Herzkranzarterien, Bypass-Gefäßen und Gefäßplaques der Koronarartereien erreicht werden.

Die Untersuchung ist nicht- invasiv, d.h., es ist nicht erforderlich, eine Arterie zu punktieren und einen Katheter zum Herzen zu führen. Das Kontrastmittel wird über eine Vene verabreicht. Die Strahlenbelastung dieser Röntgenuntersuchung ist in der Regel niedriger im Vergleich zur Herzkatheteruntersuchung, kann bei hoher oder ungeelmäßiger Herzfrequenz auch etwas höher sein.

Verkalkung der Koronararterien

Verkalkungen der Herzkranzarterien treten als Folge einer Arteriosklerose mit Ablagerung von Plaquematerial in der Gefäßwand auf  und können mit der CT-Untersuchung bereits in einem frühen Stadium (noch bevor Einengungen der Gefäße entstehen) nachgewiesen und hinsichtlich des Ausmaßes sehr genau beurteilt werden. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 5 Minuten; eine Kontrastmittelgabe ist hierzu nicht erforderlich. Die Strahlenbelastung dieses Teils der Untersuchung ist gering (ähnlich wie bei einem Langstreckenflug).

Der Nachweis von Koronarkalk bedeutet nicht, dass bereits Einengungen der Herzkranzarterien vorliegen, die zu Durchblutungsstörungen führen. Ein erhöhter Kalkgehalt ist jedoch mit einem deutlich höheren Herzinfarkt-Risiko verbunden (auch Plaques, die noch nicht zu einer Einengung der Arterie führen, können rupturieren / aufreißen und zum Gefäßverschluss mit resultierendem Infarkt führen).

Konsequenz eines erhöhten Kalknachweises ist die Behandlung der beeinflussbaren Risikofaktoren: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung (Cholesterin), Nikotinkonsum, Zuckerkrankheit (Diabetes). Das Risiko für einen später auftretenden Herzinfarkt oder eine andere Gefäßkomplikation (z.B. Schlaganfall / Apoplex) soll so reduziert werden.

Ist kein Koronarkalk nachweisbar, so ist das Risiko einer koronaren Herzerkrankung gering.

Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronararterien)

Die direkte Darstellung von Koronararterien oder Bypass-Gefäßen ist nach Injektion von Kontrastmittel in eine Armvene möglich. Weitere Voraussetzung für eine gute Beurteilung sind: nicht zu starke Verkalkungen der Gefäße und ein regelmäßiger, normaler Herzschlag (Sinusrhythmus). Unter Umständen ist es erforderlich, bei zu schnellem Puls medikamentös die Herzfrequenz zu senken.

Es wird ein Puls von 60 Schlägen pro Minute angestrebt. Medikamente zur Herzfrequenzsenkung können in Tablettenform oder intravenös vor der Untersuchung verabreicht werden.

Die Untersuchung erlaubt eine Beurteilung von Koronararterien oder Bypass-Gefäßen hinsichtlich des Vorliegens einer höhergradigen Einengung (Stenose) oder eines Verschlusses. Es kann eine dreidimensionale Rekonstruktion des Herzens und der Koronararterien erstellt werden. Die Beurteilung der Durchgängigkeit von Gefäßstützen (Stents) ist, mit Einschränkungen, auch möglich.

Kann das CT des Herzens die Herzkatheter-Untersuchung ersetzen?

Das Risiko einer geplanten Herzkatheter-Untersuchung durch einen erfahrenen Spezialisten in einem entsprechenden Zentrum ist sehr gering. Dennoch ist anzustreben, in geeigneten Fällen nicht invasiv, also ohne Zugang zum Herzen über eine Arterie, eine vergleichbare Aussage zu erzielen.

Ein Herz-CT kann bei Einsatz der neuesten Technologie in vielen Fällen eine diagnostische Herzkatheter-Untersuchung ersetzen. Erkrankungen mit hochgradigen Stenosen oder Verschlüssen der Koronararterien können mit großer Genauigkeit erfasst oder ausgeschlossen werden. Bei Patienten, die Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung aufweisen (Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Nikotinkonsum, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Herzerkrankungen in der Familie), selbst jedoch noch keine gesicherte Gefäßerkrankung haben, liefert das Herz-CT wichtige Grundlagen für eine eventuell notwendige Behandlung. Auch die Abklärung eines Narkose- oder Operationsrisikos vor anderen Eingriffen (Ausschluss höhergradiger Einengungen der Koronararterien) ist oft mittels des Herz-CT möglich.

Nicht so zuverlässig können bisher leichte oder mittelgradige Veränderungen eingestuft werden. Einschränkungen bestehen auch bei der Beurteilbarkeit der Verhältnisse nach Einsetzen von Stents (Gefäßstützen).

Das Herz-CT ist keine Alternative zum Herzkatheter, wenn eine therapeutische Maßnahme erforderlich sein wird (Ballon-Aufdehnung, Stent-Implantation, Bypass-Operation), d.h., wenn eindeutige Beschwerden oder Befunde bereits auf das Vorliegen höhergradiger Veränderungen der Koronararterien hinweisen.

Es können auch Größe und Funktion der Herzkammern (Herzleistung) und die Beschaffenheit anderer Arterien wie der Hauptschlagader / Aorta beurteilt sowie angeborene Herzfehler identifiziert werden. Der Einsatz des Herz-CT ist hier sinnvoll bei unzureichenden Bedingungen für eine Ultraschalluntersuchung oder Kernspintomographie .

Was ist für den Patienten zu beachten?

Auch wenn es sich um eine nicht invasive Untersuchung handelt (d.h. ohne Punktion einer Arterie und Vorschieben eines Katheters zum Herzen), sind mehrere Punkte zu beachten:

Die Strahlenbelastung kann bei ungünstigen Untersuchungsbedingungen im Vergleich zur Herzkatheteruntersuchung etwas höher sein.

Die Verabreichung von Kontrastmittel findet über eine Armvene statt. Es sind die gleichen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Kontrastmittelverträglichkeit zu beachten wie bei der Herzkatheteruntersuchung (Nieren- und Schilddrüsen-funktion, Allergie).

Zur Senkung der Herzfrequenz (des Pulses) kann es erforderlich sein, Medikamente (Beta-Blocker) in Tablettenform oder in die Armvene zu verabreichen. Es ist daher eine zuverlässige Kreislaufüberwachung erforderlich.

Während der Untersuchung soll der Patient ruhig auf dem Rücken liegen und bei den Aufnahmen nach Anweisung für etwa 10-15 Sekunden die Luft anhalten. Die Kontrastmittelgabe führt zu einem kurzen Wärme – oder Hitzegefühl (unbedenklich)..

Grundsätzlich gilt wie bei der Herzkatheter-Untersuchung, dass das Risiko bei Durchführung durch einen erfahrenen Spezialisten in einem entsprechenden Zentrum als sehr gering einzustufen ist. Auch an die Kardiologen und Radiologen, die das Herz-CT durchführen und auswerten, sind die vergleichbare Anforderungen zu stellen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang das Vorhandensein modernster technischer Ausstattung, Beachtung der Strahlenbelastung und der Kontrastmittelverträglichkeit, Kreislaufüberwachung während und nach der Untersuchung und die Befundinterpretation in Zusammenhang mit klinischen Befunden und kardiovaskulärem Risikoprofil.

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen im Gegensatz zu privaten Krankenversicherungen in der Regel noch nicht für die Kostenerstattung auf. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten bei medizinischer Indikation. Da die Gesamtkosten der Untersuchung je nach Umfang mehrere hundert Euro betragen, empfiehlt sich die Klärung der Kostenübernahme vor der Untersuchung. 

 

 
 
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